TFG: Jamaika-Parteien fordern FernSchule

Schwerte. Wird es einen Neubau der Theodor-Fleitmann-Schule geben oder nicht? Nach den Jamaika-Parteien nicht. Nachdem sie einen Stopp der Neubauplanung im Schulausschuss erreichen konnten, haben die launischen drei Parteien eine neue Idee im Köcher: Die TFG soll zu einer FernSchule nach Vorbild der FernUni Hagen umfunktioniert werden. Mit diesem Vorhaben soll Sicherheit, Digitalisierung und Umweltschutz gleichzeitig umgesetzt werden.

„Geplant ist den Unterricht, wie in der FernUni Hagen, als Fernunterricht anzubieten. Dazu hatten wir tolle, sehr tolle Gespräche mit der Rektorin der FernUni und wir werden eine großartige, eine wirklich großartige neue Schule in Schwerte aufstellen. Da die FDP im Bund sowieso das Digitalisierungsministerium übernehmen wird, wird es sowieso endlich voran gehen mit der Digitalisierung und wir können den Schülern wunderbare, fantastische Internet-Verbindungen anbieten“, erklärt uns die FDP-Parteiführerin. „Jetzt mal ganz unter uns: In der TFG laufen jetzt nicht die hellsten Kerzen auf der Torte rum und ich will gar nicht wissen wie es mit der, sie wissen schon, mit Schlägereien auf dem Schulhof und sowas aussieht, sind ja auch viele vom Niveau her Hauptschüler dort. Wenn die von zu Hause aus Unterricht haben, dann können wir hier auch mehr für mehr Sicherheit in der Schule sorgen und ehrlich gesagt, sind die Schüler nicht sowieso schon wegen Corona an den Online-Unterricht gewöhnt?“ fragte uns der CDU-Fraktionsvorsitzende, welcher aus den Schwerter Medien als CDU Stockfoto-Model mit grimmigem Gesichtsausdruck bekannt ist. Selbst die Grünen sind dem Projekt wohlgesonnen: „Wenn ich an die ganzen fetten SUVs denken muss, die jeden morgen kreuz und quer durch Schwerte fahren und unnötig Abgase ausstoßen bei so vielen Schulen, die wir hier in Schwerte haben, da kriege ich Brauchschmerzen. Sobald der Unterricht zuhause stattfindet, muss niemand in die Schule gefahren werden und da sogar das morgendliche Duschen nicht sein muss, ist gleichzeitig Wasser gespart und man kann sich getrost direkt mit reinem Umweltschutzgewissen an den Computer setzen“, schwärmt der Grüne Fraktionsvorsitzende.

Die böse Jamaika-Koalition

Die SPD aus Schwerte kann die Rückkehr der Jamaika-Koalition überhaupt nicht verstehen. Sie wirft der Jamaika-Koalition vor, da weiterzumachen, wofür sie sich zusammengefunden hatten: Zu blockieren. Daher erinnert sie die genannten Parteien nochmal an die vergangenen Wahlen: „Wir haben nicht nur die vergangenen Kommunalwahlen gewonnen, sondern auch überragend die Bürgermeisterwahlen für uns entscheiden können und wie wir es schon gewöhnt waren, konnten wir auch in der Bundestagswahl profitieren. Wir haben in den letzten Jahren in Schwerte alles gewonnen, wirklich alles, was es zu gewinnen gab. Damit war und ist der Auftrag der Schwerter Bürger an die Politik eindeutig: Der Bürgermeister und wir sollen hier die zukünftige Ausrichtung der Stadt bestimmen und wenn wir einen Neubau der TFG fordern, dann sollte das normalerweise nur zur Kenntnis genommen werden“, ärgert sich die SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzende.

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